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Zwischen den Zeilen


Passt das?
Manchmal bin ich erstaunlich gut darin, mir selbst unbequeme Fragen zu stellen. Zum Beispiel: „Edith, du hast selbst nie Ja gesagt und gestaltest freie Trauungen?“ Oder: „Du hast keine Kinder und gestaltest Kinderwillkommensfeste?“ Passt das? Aber meine Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach. „Ich lebe noch. Und trotzdem begleite ich Trauerfeiern.“ Nach dieser Logik hätte ich wohl zuerst heiraten, Kinder bekommen und irgendwann sterben müssen. Ich habe beschlossen, meine

Edith Danzer
5. Juli1 Min. Lesezeit


Jammerfasten
Anfang des Jahres haben viele Menschen in meinem Umfeld gefastet. Die einen verzichteten auf Alkohol, andere auf Zucker oder Fleisch. Ich habe auch gefastet. Allerdings nicht auf etwas, das man essen oder trinken kann. Ich habe auf das Jammern verzichtet. Der Grund dafür war ganz einfach: Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich manches negativer gesehen habe als früher. Dass ich mich über Kleinigkeiten geärgert habe und mich dabei ertappte, Dinge zu beklagen, die ich ohnehin

Edith Danzer
5. Juli2 Min. Lesezeit


Der Pauseknopf
Vor ein paar Monaten durfte ich während meiner Ausbildung zur Freien Rednerin vor allen meinen Kollegen und Ausbildnern meine erste Traurede halten. Für diese Übungsrede lernte ich die Geschichte eines Brautpaares kennen. Ein Satz der beiden hat sich sofort in meinen Gedanken eingehakt: „Wenn es einem von uns schlecht geht, dann hat das oberste Priorität. Egal, wie weit wir voneinander entfernt sind und egal, was wir gerade tun – dann wird alles andere auf Pause gestellt. Wir

Edith Danzer
5. Juli2 Min. Lesezeit


Bin ich die Kämpferin?
Ich wollte eigentlich nur fünf Minuten planlos auf Instagram herumscrollen. Stattdessen hat mich irgendein Archetypen-Quiz dazu gebracht, mein halbes Leben zu hinterfragen. In dem Reel ging es um die verschiedenen weiblichen Archetypen: die Kämpferin, die Weise, die Freigeistin, die Wilde Frau, die Schöpferin. Mein erster Gedanke? „Na gut, dann bin ich wohl die Kämpferin.“ Schließlich hat das Leben mir schon ein paar Runden im Boxring spendiert. Ungefragt, versteht sich. Ich

Edith Danzer
2. Juli2 Min. Lesezeit


Zwischen den Zeilen
100 Millisekunden So lange braucht unser Gehirn, um sich einen ersten Eindruck von einem Menschen zu bilden. Mich hat dieser erste Eindruck nie besonders interessiert. Mich hat immer der zweite Blick gereizt. Ich wollte auch nie die Geschichten über Menschen aus zweiter Hand hören. Ich wollte immer selbst die Fragen stellen. Ich wollte selbst die Antworten hören. Und vor allem wollte ich wissen, was zwischen den Zeilen steckt. Viele Jahre durfte ich als Redakteurin genau das

Edith Danzer
2. Juli1 Min. Lesezeit
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